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ZIMMER UNTER
FREIEM HIMMEL
FREIEM HIMMEL
WARUM ICH INTERIOR & GARTEN NIEMALS GETRENNT BETRACHTE
Es gibt eine Sache, die mich in meiner täglichen Arbeit – egal ob im Salon in Kreuzberg oder draußen, in meinem Garten, in der Uckermark – immer wieder beschäftigt: Warum ziehen wir so oft harte Grenzen zwischen „drinnen“ und „draußen“?
Für mich macht das keinen Sinn. Wenn ich eine Farbe für eine Wand auswähle, denke ich sofort an das Licht, das durch das Fenster fällt, und an das Grün, das dahinter wartet. Ein Haus und sein Garten sollten sich anfühlen wie ein gut sitzender Haarschnitt mit nahtlosen Übergängen – es muss fließen.
Die Sehnsucht nach Resonanz
Wir verbringen fast unser ganzes Leben in geschlossenen Räumen. Oft ist das Licht dort künstlich, die Luft abgestanden und die Umgebung laut. Kein Wunder, dass wir uns oft gestresst fühlen. Ich nenne meine Arbeit das „Gestalten von Resonanzräumen“. Es geht darum, Orte zu schaffen, die mit uns schwingen.
Dabei hilft uns die Natur. Ich nutze im Interior oft das, was wir „Biophiles Design“ nennen. Das klingt kompliziert, bedeutet aber eigentlich nur: Bring die Natur rein. Stein, Holz, Lehm, viele Pflanzen. Das ist kein Deko-Trend, das ist ein menschliches Grundbedürfnis. Es beruhigt unser Nervensystem. In meinem Atelier in Berlin versuche ich genau das vorzuleben: Ein Ort, der dich aufatmen lässt, sobald du zur Tür reinkommst.
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ALLES !
WARUM ICH KEIN “FRISEUR” MEHR BIN (UND DU KEINEN “GARTEN” SUCHST)
Vielleicht wunderst du dich manchmal, warum ich in meinem Journal über Immobilienpreise in Berlin, Psychologie und das Versickern von Regenwasser schreibe. Was hat das mit einem Haarschnitt in Kreuzberg zu tun?
Für mich ist die Antwort ganz einfach: Alles.
In den letzten Jahren habe ich gemerkt, dass wir uns in einer Welt, die immer lauter und unsicherer wird, nach etwas sehnen, das bleibt. Wir suchen nicht nach der nächsten Trend-Haarfarbe oder einem neuen Sofa. Wir suchen nach Resonanz. Wir suchen Orte und Looks, die sich nach uns anfühlen und die uns erden.
Das Ende der Wegwerf-Ästhetik
Früher hieß Luxus: „Seht her, was ich habe.“ Heute bedeutet Luxus für mich: „Ich bin unabhängig und ich habe Ruhe.“ In Berlin bleiben die Menschen gerade dort, wo sie sind. Wir ziehen nicht mehr alle zwei Jahre um. Wir investieren in das, was wir schon haben – in unsere Wohnungen, in unsere Gärten und in uns selbst. Ich sehe meine Aufgabe darin, diese verschiedenen Teile deines Lebens zu einer Einheit zu verbinden. Ich nenne das die „Architektur der Resonanz“.Artikel weiterlesen.